Kleine Hände, große Zukunft
Fröbel-Kindergarten An St. Hildegard nimmt am Kita-Wettbewerb des Handwerks teil.
Mit großer Begeisterung und viel Neugier hat der Fröbel-Kindergarten An St. Hildegard am bundesweiten „Kita-Wettbewerb des Handwerks“ teilgenommen. Unter dem Motto „Kleine Hände, große Zukunft“ besuchten die Kinder einen Hörakustikbetrieb und erhielten spannende Einblicke in die Welt des Hörens, der Hörgeräte und des Handwerks.
Handwerk hautnah erleben
Der Kita-Wettbewerb bringt Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit echten Handwerkerinnen und Handwerkern zusammen. Ziel ist es, den Kindern handwerkliche Berufe spielerisch näherzubringen und sie selbst aktiv werden zu lassen.
Für die Kinder des Fröbel-Kindergartens An St. Hildegard wurde der Besuch beim Hörakustiker zu einem ganz besonderen Erlebnis. Mit großem Interesse entdeckten sie, wie Menschen mit Hörbeeinträchtigungen unterstützt werden und wie viel handwerkliche Arbeit hinter einem Hörgerät steckt.
Faszinierende Einblicke in die Welt des Hörens
Besonders spannend war für die Kinder der sogenannte Ohrabdruck. Dabei wird eine weiche, knetartige Masse vorsichtig ins Ohr gegeben, um später passgenaue Ohrstücke herzustellen. Viele Kinder beschrieben das Gefühl begeistert als „Knete im Ohr“. Diese Erfahrung inspirierte später auch die kreative Gestaltung des Wettbewerbsplakates.
Auch die Arbeit in der Werkstatt faszinierte die Kinder sehr. Sie konnten beobachten, wie Silikon-Ohrstücke geschliffen, angepasst und individuell angefertigt werden. Dabei lernten sie, dass jedes Ohr einzigartig ist und Hörgeräte regelmäßig angepasst werden müssen.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Kinder die vielen kleinen Arbeitsschritte und entdeckten, wie viel Geduld, Präzision und Handarbeit notwendig sind, um ein Hörgerät herzustellen.
Hörgeräte sind so individuell wie die Menschen selbst
Ein weiterer spannender Aspekt war die Gestaltung der Hörgeräte. Die Kinder erfuhren, dass Farben, Formen oder kleine Figuren individuell ausgewählt werden können. Dadurch wurde ihnen bewusst, dass Hörgeräte nicht nur technische Hilfsmittel sind, sondern wichtige Begleiter im Alltag vieler Menschen.
Auch das Thema Cochlea-Implantate wurde altersgerecht erklärt. Die Kinder lernten, dass manche Menschen durch moderne Technik und medizinische Unterstützung besser hören können und wie wichtig gutes Hören für Kommunikation und Teilhabe ist.
Kreative Verarbeitung der Erlebnisse
Nach dem Besuch wurden die Eindrücke gemeinsam im Kindergarten verarbeitet. Die Kinder gestalteten ein großes Projektplakat und experimentierten dabei mit unterschiedlichen Materialien wie lufttrocknender Masse und klassischer Knete. Gemeinsam überlegten sie: Wie fühlt sich etwas an? Wie sehen Materialien aus? Wie nehmen wir Geräusche wahr?
Durch die Verbindung von Wahrnehmung, Technik, Handwerk und kreativem Gestalten entstand ein ganzheitliches Projekt, das die Kinder nachhaltig beeindruckte und ihre Sensibilität für das Thema Hören stärkte.
Nun heißt es Daumen drücken
Mit Stolz blickt der Fröbel-Kindergarten An St. Hildegard auf das gelungene Projekt zurück. Jetzt warten Kinder und pädagogisches Team gespannt auf die Ergebnisse des Wettbewerbs und hoffen, dass ihr kreativer Beitrag die Jury überzeugt.