Vom Korn zum Brot
Von Körnern zum eigenen Brot: Die Kinder mahlen, mischen, füttern und beobachten, und entdecken dabei die spannende Welt der Bakterien-Monster im Sauerteig.
In unserem aktuellen Projekt dreht sich alles rund um Weizen und Roggen. Gemeinsam mit den Kindern haben wir die Körner zuerst zu Flocken und dann zu feinem Mehl verarbeitet. Daraus entstand unser eigener Sauerteig, den wir nun täglich im Ernährungskreis füttern.
Besonders spannend: Der Teig beginnt zu blubbern, riecht sauer, und regt zu vielen Gesprächen an. Die Kinder stellten fest:
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„Das riecht nach Bier!“
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„Die Monster pupsen da drin, deswegen stinkt das!“
So wurden die unsichtbaren Bakterien-Monster lebendig: Wir sprachen darüber, wo Bakterien überall leben, dass es gute und schlechte Bakterien gibt, und dass unser Sauerteig-Bakterien richtig gutes Brot möglich machen, wenn sie genügend zu essen bekommen.
Pädagogischer Blickwinkel:
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Die Kinder erleben Naturwissenschaft hautnah: Gärprozesse, Mikroorganismen und Veränderungen im Teig.
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Durch das tägliche Füttern erfahren sie Verantwortung und Kontinuität.
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Der humorvolle Zugang („Monster pupsen“) zeigt, wie Kinder Phänomene in ihre eigene Sprache übersetzen, und so Forschung, Fantasie und Sprache miteinander verbinden.
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Am Ende steht ein gemeinsames Ziel: Das Backen unseres eigenen Brotes, das von allen selbst erarbeitet wurde. Ein starkes Erlebnis von Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft.
So wird aus Körnern, Bakterien und Geduld ein Projekt, das Wissen, Kreativität und Genuss miteinander verbindet.